Chiropraktik gilt als Alternativmedizin, bei der Muskelverspannungen gelöst und Wirbelfehlstellungen behoben werden. Bei der Chiropraktik arbeitet der Therapeut nur mit seinen Händen, weshalb diese Technik auch als Manualtherapie bezeichnet wird. Wichtig ist es einen professionellen Chiropraktiker aufzusuchen.
Es gibt spezielle Fachärzte für Chiropraktik oder Therapeuten, die über eine chiropraktische Ausbildung verfügen. Da die Wirbel, Muskel und Gelenke sehr empfindlich sind, sollte man sich nur in die Hände solcher Spezialisten begeben, da sonst Nebenwirkungen wie Nerven- und Blutgefäßverletzungen auftreten können.
Bei der Chiropraktik wird mit den Händen die Stelle ausgemacht, welche mit verspannten Muskeln durchzogen ist. Durch leichten Druck sollen diese Blockaden gelöst werden, dieses Verfahren heißt Mobilisation. Reicht das nicht zur Bekämpfung der Beschwerden oder Schmerzen aus, gibt es noch die Manipulation bei der Chiropraktik. Dabei wird der entsprechende Wirbel oder das Gelenk durch eine ruckartige Bewegung gelockert, damit eine Fehlstellung keine Nerven abklemmt. Weitere Techniken der Chiropraktik sind: Adjustierung, Traktion, Weichteilbehandlung und Reflextechniken. Neben der Chirotherapie sollte man unbedingt eine Krankengymnastik machen, damit die Muskelpartien und Wirbel locker bleiben.
Chiropraktik kann unter anderem bei Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Reizdarm, Regelbeschwerden und Asthma angewendet werden. Bei Wirbelsäulenschäden, Bandscheibenvorfällen oder Gelenkfehlstellungen darf die Chiropraktik in keinem Fall Anwendung finden. Ebenso Menschen mit der Bluterkrankheit oder Patienten, die blutverdünnende Mittel einnehmen, müssen auf Chiropraktik verzichten. Deswegen sollte man sich unbedingt beraten lassen und nur Fachleute für Chiropraktik aufsuchen.
Ist die Bewegungsfreiheit der Wirbelsäule oder Gelenke von Tieren eingeschränkt, kann eine Chirotherapie auch hier zur Lösung von Blockaden eingesetzt werden. Denn durch Bewegungseinschränkungen kann es beim Tier zu Fehlhaltungen und als Resultat sogar zu Lähmungen kommen. Chiropraktik kann unter anderem bei Pferden angewendet werden, die an einem Trauma leiden, Geburtsprobleme haben oder altersbedingt in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Bei Hunden wird die Chiropraktik unter anderem bei Inkontinenz, wiederkehrenden Ohrenentzündungen, dem Halswirbelsäulensyndrom sowie Syndylosen eingesetzt.