Heilfasten (auch Fasten für Gesunde) ist eine beliebte Möglichkeit, Körper und Geist zu erholen. Für viele ist die Zeit des Fastens eine Zeit der Ruhe, der inneren Einkehr – quasi des Urlaubs im Ich. In Verbindung mit einem Ausdauersport wie z.B. Skilanglauf endet die Kur mit einem ganz neuen Körpergefühl und der Linderung seelischer Beschwerden.
Fasten und Sport haben ähnliche Auswirkungen auf die Gesundheit: Körperfett wird reduziert, Herz und Kreislauf werden gestärkt. Diese „Verjüngung“ des Körpers beugt Krankheiten vor bzw. stärkt das Immunsystem. Darüber hinaus ist beides eine Möglichkeit, um Stress abzubauen, Energie zu tanken und an der Verbesserung des Körpergefühls zu arbeiten. Die Kombination aus Fasten und Sport tut auch der Seele gut und stabilisiert das innere Gleichgewicht. Die Konzentration auf das Ich und auf die körperlichen Herausforderungen des Fastens und des Sports wirkt wie ein ganzheitlicher Neustart.
Skilanglauf ist eine hervorragende Möglichkeit, eine Fastenkur mit Ausdauersport zu verbinden, denn nach der Völlerei der Weihnachtstage verspüren viele Menschen das Bedürfnis nach Entschlackung und Normalisierung. Eine Januarreise in die traumhaften Landschaften des bayerischen Waldes oder der Allgäuer Alpen bedeutet, in der weißen Pracht die Seele baumeln zu lassen und in schneegedämpfter Stille zu sich selbst zu finden. Und dies ist völlig unabhängig vom Fastenbild der Kirche.
Verspannungen lösen sich, da fast alle Muskelgruppen am Training beteiligt sind, und Herz und Kreislauf erhalten ein Konditionstraining. Außerdem schont Skilanglauf die Gelenke und regt sanft den Fettstoffwechsel an. Wichtig ist es trotz des Fastens ausreichend Nährstoffe und Kohlenhydrate beim Sport zu sich zu nehmen, aber eben auf übermäßige Fette oder Alkohol zu verzichten.
Der Grund: Sport auf “nüchternen Magen” bedeutet hohe Adrenalin- und niedrige Insulinwerte – also ideale Vorraussetzungen, um unter fachkundiger Anleitung überflüssiges Fett zu verbrennen. Für diese Aktivität schöpft der Körper aus den etwa 30 Prozent der täglich aufgenommenen Energie, die er sonst für die Verdauung aufwendet und die während des Fastens fast vollständig zur Verfügung steht. Tatsächlich hat der Körper mit einem frischen Obst- oder Gemüsesaft oder einer Brühe am Morgen genügend Kraft und Ausdauer für einen erfrischenden Ausflug auf Skiern.
Nach der Rückkehr ins Hotel oder auf den Wellnesshof sollte der restliche Tag ruhig und entspannt gestaltet sein. Die meisten Einrichtungen bieten zur Entspannung Massagen und Heilanwendungen wie das Brechelbad, die alpentypischen Trockensauna mit Kräuterzusätzen, an.
Mit der richtigen Anleitung winkt am Ende der Kur ein ganz neues Lebens- und Körpergefühl – eben „fit durch fasten“.