Die Wahrscheinlichkeit an Rückenschmerzen zu leiden, betrifft besonders bestimmte Risikogruppen. Wer viel im Beruf sitzen muss (z. B. als Sekretärin oder Informatiker) oder beim Arbeiten automatisch eine ungünstige Körperhaltung einnimmt (z. B. Fliesenleger, Handwerker), läuft auch schnell Gefahr eine Fehlhaltung einzunehmen. Ebenso Übergewicht und wenig Bewegung können zu Schmerzen des Rückens führen. Eine Rückenschule kann für Beruf und Freizeit wichtige Tipps geben, um das zu verhindern.

Unbeschwert im Alltag – ohne Rückenschmerzen. © AlexanderNovikov – Istockphoto.com
Nach einer Rückenschule kann im Fitnessstudio, der Volkshochschule oder bei der Krankenkasse nachgefragt werden. Es empfiehlt sich, besonders wenn man zur Risikogruppe gehört, eine Rückenschule aufzusuchen bevor sich Schmerzen und Verspannungen bemerkbar machen. Denn eine jahrelange Fehlbelastung kann zu Haltungsschäden führen, die irreversibel sind. Viele kleine Fehler oder Bequemlichkeitshaltungen schleichen sich schnell in den Alltag ein – auch das wird man in der Rückenschule lernen.
Das Angebot in einer professionellen Rückenschule ist abwechslungsreich. Es besteht aus Übungen, welche die gesamte Rückenmuskulatur trainieren sowie Übungen für den ganzen Körper. Denn es ist besonders wichtig, dass alle Muskeln gut gekräftigt werden. Die Bauchmuskulatur übernimmt beispielsweise eine stützende Funktion für die Wirbelsäule. Ein einseitiges Training würde wiederum zu Fehlhaltungen führen. Aber das individuell richtige Training wird bei der Rückengymnastik gelehrt. Weitere Tipps, die für Alltag und Beruf wichtig sind, werden außerdem gegeben. Wer zum Beispiel berufsbedingt viel sitzen muss, sollte sich zwischendurch öfter mal bewegen und dehnen.
Es gibt sogar berufsbegleitende Kurse, hier wissen die Trainer welche Fehlhaltungen besonders typisch in der jeweiligen Berufsgruppe sind und welche Ausgleichsübungen den Rückenschmerzen vorbeugen können. Deswegen ist solch eine Rückengymnastik sehr zu empfehlen, schließlich hat der Rücken einige Lasten zu tragen und sollte dementsprechend „gepflegt“ werden.